Tag 2

Donnerstag 03. Mai 2007

Wir landeten pünktlich um 1 Uhr morgens, IST (Indian Standard Time oder auch gerne Indian Strechabel Time genannt).

Während des Flugs mussten wir noch ein Formular der Immigration Behörde ausfüllen - alles kein Problem. Wir verließen das Flugzeug und spürten unmittelbar das feucht-warme Wetter, obwohl wir noch im Flughafengebäude waren. Der Flughafen selbst machte nicht gerade den Eindruck, den man von einem Internationalen Flughafen erwartet. Aber was soll´s - wir sind hier im Urlaub und in Indien.

Wir durchliefen alle Kontrollen und erhielten dann auch noch unser Gepäck (hatten eine Horrorgeschichten über verlorengegangenes Gepäck gelesen). Jetzt wartete hoffentlich auch der bestellter Fahrer auf uns…..

Wir verließen also das Flughafengebäude und suchten unseren Fahrer. Es dauerte wirklich nicht lange und wir fanden unseren Fahrer mit einem Schild auf welchem stand:

Mr. Thorsten Ray -The Ascot Hotel

Na super - läuft ja alles wie am Schnürchen! Wir also mit unserem Fahrer zum Wagen. Das Gepäck wurde eingeladen und los ging es zum Hotel. Die Fahrt zu unserem Hotel war recht komisch. Die Leute fahren hier, wie es ihnen passt. Gehupt wir dauernd, überholt wird links oder rechts und die Gegenfahrbahn wird natürlich auch mitbenutzt.
 

Hier gibt es anscheinend nur eine Regel - nämlich keine Regel.

Nach ca. 50 Minuten kamen wir dann an unserem Hotel an. Es machte einen für indische Verhältnisse sehr ordentlichen Eindruck. Wir checkten  ein und erledigten schnell noch die ganzen Formalitäten und bezogen dann unser Zimmer.

Das Zimmer war sehr groß und modern ausgestattet. Mit zentralgesteuerter Klimaanlage, großem Bad inkl. separater Dusche und einem zusätzlichem Telefon neben der Toilette.

Warum ein Telefon neben der Toilette???

Bei dringenden bzw. wichtigen Sitzungen ist der Draht zur Außenwelt unerlässlich!!!


Ascott
Ascot3
Ascott1
Ascott2

Da es schon recht spät oder besser gesagt recht früh war, ging es auch gleich ins Bett. Gegen 10:30 Uhr saßen wir dann auch schon beim Frühstück und versuchten langsam Wach zu werden.
Während des Frühstück´s besprachen wir dann, was wir den ganzen Tag so über machen sollen.

Wir einigten uns zuerst das Gateway of India zu besuchen. Ein fataler Fehler, wie sich dann herausstellen sollte. Wir also los - Richtung Gateway of India. Voller Vorfreude liefen wir planlos zum Gateway und waren somit kein bisschen auf die vielen aufdringlichen Händler vorbereitet.

Wir wurden quasi von denen überrannt. Uwe war das erste Opfer. Bevor er wusste was eigentlich mit Ihm passierte, hatte ein gerissener Inder Ihm ein Armband umgemacht. Der Schaden: 100 RS (ca. 2 Euro), eine Menge Geld, wenn man bedenkt, dass der Durschnittsinder im Monat so ca. 2.200 RS verdient!

Gate
Museum

Kaum waren wir also am Gateway - schon hatten wir die Schnauze voll. Schnell weg von hier, war unsere Devise.

Wir also los, zurück in die Stadt. Dort wurde es auch besser - nicht mehr so viele aufdringliche Händler. Wir besuchten dann kurzer Hand das Prince of Wales Museum.

Ein schönes Gebäude auf einem parkähnlichem Grundstück. Im Museum war photographieren leider verboten.
Aber es waren teileweise sehr interessant Exponate zu besichtigen. Wir konnten dort auch sehr häufig den Namen TATA lesen. Konnten uns aber darunter gar nichts vorstellen. Dies sollte sich aber dann im Laufe der Reise grundlegend ändern.

Museum1
Museum2

Zum Abendessen hatten wir beschlossen einer Empfehlung aus dem Reiseführer zu folgen. Wir gingen also ins Café Leopold. Machte wirklich etwas her - und die Atmosphäre dort war wirklich etwas besonderes.

Das Restaurant gibt es schon mehr als 130 Jahre - also sehr traditionsreich! Das Essen war auch wirklich sehr gut und vor allem sehr preiswert und reichlich. Europäisches Bier ist dort auch erhältlich - zum Glück!
So verging unser erster Tag wie im Fluge.

Leopold_001
Leopols_002
Leopold2 Leopold1

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